Wenn ich König von Deutschland wäre: Bildung Teil 3

Hiermit komme ich zum dritten und letzten Teil meiner Idee für ein anderes Bildungssystem. Teil 1 ist hier zu finden, Teil 2 hier.

Was also beabsichtigt diese neue Idee? Grundlegend natürlich: Bessere Bildung. Wichtig ist aber vor allem, wie sie erreicht wird. Ich habe sehr viel auf Inspiration und das Aufzeigen anderer Ideen und Wege gebaut. Die Menschen müssen selbst herausfinden, was ihnen Spaß macht und wozu sie auf der Welt sind. Die Masse möge jetzt protestieren, man brauche doch Leute, die ihren Beruf anständig ausführen können, nicht Leute die Spaß haben. Ist das so? Solche schlecht berechenbaren Faktoren wie Glück wurden bisher stark unter den Tisch gekehrt. Geh zur Schule, lerne und mach deine Arbeit, keine Widerrede! Deshalb sehen auch so viele Leute nur noch die Arbeit in ihrem Leben. Dass für das Glück einiges mehr nötig ist als nur genug Geld mag man kaum glauben, wenn man seinem Traum von der Karriere nachjagt. Jagt weiter, wenn ihr möchtet. Aber ich besinne mich auf andere Dinge. Das dickste Portemonnaie macht Menschen nicht aus Prinzip glücklich, so wie man durch das Lesen nicht aus Prinzip weise wird. Die Arbeit an sich wird auch lieber je nach Zukunftschancen anstatt nach Gefühl gewählt. „Nach Gefühl“ klingt so wage. Das kann man nicht auf Papier festhalten, das mögen die nach eigenem Glauben rationalen Menschen nicht. „Mach lieber was Anständiges!“ …

Ja, ich möchte, dass Schüler für ihr Leben lernen, nicht für den Beruf. Das ist es nämlich, wozu wir hier sind: leben, nicht arbeiten. Im Gegensatz dazu verdrängt der Beruf vieler allerdings ihr Leben. Nun mag man es als unrealistisch ansehen, nicht für die Arbeit zu lernen. Schließlich ist das der Broterwerb, ein sehr wichtiger Faktor. Nun, ich verlange auch nicht, vollkommen entgegen jedem Sinn für die Realität vor sich hin zu lernen. Ausbildung und Studium fallen nicht weg. Ich möchte nur, dass sich jeder entsprechend seinen Stärken und Interessen ausrichtet. Das beginnt schon bei der Vermittlung der Themen, denn viele müssen heute nach der Schule erst das finden, was sie gern machen, weil sie während ihrer Schulzeit zu nichts animiert wurden. Jemand, der seine Arbeit mit Passion macht, macht sie besser. Das wäre wesentlich sinnvoller als das gemeine Arbeitstier von heute. Natürlich kann es durchaus vorkommen, das jemand dadurch einen Weg einschlägt, der aufgrund der Wirtschaftslage kaum zu empfehlen ist. Aber das passiert auch heute. Und Ingenieure haben wir ebenfalls zu wenige, obwohl die Stellen gut bezahlt werden. Da merkt man schon, wohin die Menschen streben.

Es geht mir auch darum, dass die Menschen an sich selbst arbeiten. Man muss sich selbst verstehen und besser werden, bevor man die Welt verstehen und verbessern kann. Keiner von uns ist perfekt, aber wir können sehr wohl in einigen Materien perfekt werden, wenn wir die wählen, die uns liegen. Außerdem sorgt ein System, das Menschen dazu bringt, einander zu helfen (auch dafür könnte man Punkte vergeben) dafür, dass ein friedliches Miteinander von klein auf gelehrt wird. Mehr Verständnis für den Einzelnen und seine Wünsche und Interessen könnte womöglich sogar Straftaten verhindern.

Mein eigenes System sorgt außerdem für positive Emotionen. Momentan ist Schule langweilig, langatmig, nervig, unterdrückend, belastend. Das kommt vor allem durch Prüfungen und Zensuren zustande. Ich möchte lieber ein System, das Auszeichnungen (nur positive) für besondere Leistungen vergibt. Bestanden würde ein Kurs nur durch Anwesenheit, aber eine bestimmte Menge an Punkten qualifizierte. Der Unterschied ist einfach, dass man sich nicht verschlechtern kann. Dadurch fällt der Druck größtenteils weg und das macht Schule effizienter und sinnvoller. Das wiederum macht den Kopf frei für den eigentlichen Unterrichtsstoff. Im Endeffekt könnte Schule (aber das ist nur eine Hoffnung) tatsächlich „cool“ werden!

Zuletzt muss ich noch nennen, dass es ein flexibles System sein sollte, dass den Inhalt der Fächer je nach Schüler, Schülergruppe und zeitlichen Umständen anpasst. Ein Lehrplan sollte einen Rahmen vorgeben, aber keine zu kleinen Details.

Und damit bin ich am Ende des dritten Teils angekommen. Ich hoffe, meine Ausführungen sind gut angekommen! Wer etwas dazu sagen möchte ist eingeladen, hier unten zu kommentieren!

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