Ein bisschen mehr offline, bitte!

Was für ein Sommer. Wie erwartet habe ich beim Warten auf den erneuten Schulanfang (heute in einem Monat) nicht viel bis überhaupt nichts zu tun und deshalb seltsam viel Langeweile. Dabei komme ich ab und an auf gute Ideen, wie die des vorangegangenen Eintrags, rühre aber sonst kaum einen Finger. (Was bei den gegenwärtigen Temperaturen durchaus zu empfehlen ist.) Was ich aber trotzdem und meines Geschmacks nach zu oft tue: Online sein.

Ich habe in den letzten Wochen die Angewohnheit entwickelt, mich ständig bei Facebook, Tumblr, YouTube und Bunch (Achtung, Schleichwerbung!) einzuloggen, ständig zu schauen, was es Neues gibt, ständig die Seite neu zu laden, in der Hoffnung, dass ich Beschäftigung finde. Viel Beschäftigung habe ich übrigens nicht gefunden. Und wenn ich ehrlich zu mir bin, möchte ich das so auch gar nicht.

Viel schöner wäre es, ständig am Strand zu sein, ständig Freunde zu treffen, ständig Radtouren zu machen. Aber da Menschen keine Computer sind, sind sie auch nicht ständig verfügbar. Und damit sitze ich wieder vor dem Bildschirm. Nun frage ich mich, ob ich mir nicht selbst Regeln setzen sollte.

So etwas wie „Soziale Netzwerke: nur zweimal am Tag, morgens und abends. Morgens nicht vor 10, abends nicht danach.“ Das klingt schon einmal gar nicht schlecht. Zu früh möchte ich nicht online gehen, damit der Tag ruhiger startet. Zu spät wäre auch nicht gut, denn so ein Computerbildschirm hält wach und das Internet lenkt ab.

Dann gibt es aber noch anderes. E-Mails sollte ich unter Netzwerke einordnen, also zweimal am Tag. RSS-Feeds? Vielleicht etwas öfter, denn da kann mehr zusammenkommen. Dreimal am Tag. Dann gibt es da noch die gefährlichste Spezies von Seiten zum Gezielten Töten von überflüssiger Zeit: Meme-Seiten und Ähnliches. Die sollte ich gleich blockieren, nur um sicher zu gehen.

Wäre damit genug Unnützes aus dem Computer-Alltag gekehrt? Es gibt zwar noch Spiele, aber seien wir ehrlich: Bei 30°C im Schatten fällt es mir nicht schwer, mich davon fernzuhalten. Und da ich sowieso schon vor langer Zeit festgelegt habe, dass ich meine Zeit nicht mit zu vielen Spielen vergeuden möchte, kann ich mir diese Zeit bereits sehr gut einteilen. (Anmerkung: Letzteres wird ab dem 12. Oktober diesen Jahres für ungültig erklärt werden müssen. Tut mir leid.)

Es ist erstaunlich, wie schwer es geworden ist, die flimmernden Bildschirme aus dem Leben zu entfernen. Es gab eine Zeit, in der ich kaum wusste, was ein Computer eigentlich ist. Nun sitze ich hier und frage mich, was ein Leben ohne Computer ist. Ein paar Restriktionen können da schon gut tun. Wer sollte uns denn vor der allzu häufigen Nutzung bewahren? Da kommt höchstens die Telekom in Frage, aber der möchte ich das nicht überlassen.

Dieses Experiment wage ich jetzt also. Aber erst ab Montag; Ich bin über das Wochenende nicht da und sowieso offline. Das wäre ja Schummelei! Nach einer Woche teile ich euch dann den Zwischenstand mit. Auf geht’s!

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