Tag der Entscheidung – Morgen wählen gehen!

Morgen ist also der große Tag. Die Entscheidung über das kleinere Übel der Zukunft steht an. Und ganz Deutschland geht wählen. Oder, nicht ganz Deutschland. Ich habe mich schon zuvor gefragt, warum laut dieser Statistik die Wahlbeteiligung in den Ost-Bundesländern noch immer geringer ausfällt. Eine mögliche Antwort habe ich heute erhalten. Weiterlesen

Ein Fehler im System

Nun bin ich also bereits seit drei Wochen wieder in der Schule. Spanisch ist wie erwartet mein vorläufiges Lieblingsfach und Wirtschaftslehre ist wie erwartet vorläufig am trockensten. Ich wollte nicht schreiben „am langweiligsten“, denn an diesem Fach stoße ich mich manchmal. Und das nicht, weil es eben trocken ist, sondern weil dabei an manchen Stellen Dinge gelehrt werden, die meiner Einstellung ein bisschen zuwiderlaufen. Weiterlesen

Wenn ich König von Deutschland wäre: Gerechte Entlohnung

Jetzt kurz vor der Bundestagswahl werden so einige Themen wieder aufgewärmt, wie zum Beispiel der Mindestlohn. Ein schönes Konzept ist es, und vor allem ein nötiges. Ich habe anstatt dessen aber eine andere Idee, die an beiden Enden ansetzt: Mehr für die kleinen Leute und weniger für die großen. Weiterlesen

Die große Wahrh…

Zitat

Die große Wahrheit unseres Zeitalters […] ist es, daß unser Erdteil in Barbarei versinkt, weil die Eigentumsverhältnisse an den Produktionsmitteln mit Gewalt festgehalten werden. […] Wir müssen sagen, daß gefoltert wird, weil die Eigentumsverhältnisse bleiben sollen. Freilich, wenn wir dies sagen, verlieren wir viele Freunde, die gegen das Foltern sind, weil sie glauben, die Eigentumsverhältnisse könnten auch ohne Foltern aufrechterhalten bleiben (was unwahr ist).
Wir müssen die Wahrheit über die barbarischen Zustände in unserem Land sagen, daß das getan werden kann, was sie zum Verschwinden bringt, nämlich das, wodurch die Eigentumsverhältnisse geändert werden.

Bertolt Brecht – Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit

Vorweg: Ich zitiere viel in letzter Zeit, zu viel vielleicht. Nur schreibt es sich sehr gut auf Basis anderer Ideen. Solltet ihr alle einmal ausprobieren.

Das Zitat ist von 1934, und Brecht war bekanntlich überzeugter Kommunist. Dementsprechend ist der Text auch adressiert, allerdings scheint er mir erstaunlich aktuell. Er sagt, an den Eigentumsverhältnissen würde mit Gewalt festgehalten, gefoltert würde dafür. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber dabei gehen mir mehrere Stichworte durch den Kopf: GEMA, Monsanto, Patentkriege, etc.

Aus dieser Sicht, ja, Brecht spricht Wahres. Die Tatsache, dass er das schon vor so langer Zeit sagte, ist daher eher beunruhigend. Gerade heute scheinen sich diese Kämpfe um Besitz, egal ob geistig oder materiell, zuzuspitzen. Manche Leute treiben für solche Zitate Geld ein, als wenn sich der anfangs wenig erfolgreiche Brecht darüber beschweren würde, zitiert zu werden. Und Apple und Samsung spielen Kampf der Titanen vor Gericht.

Brecht spricht sich hier offensichtlich für Kommunismus aus, und so weit möchte ich nicht gehen. Aber angesichts der Tatsache, dass dieses Problem schon vor so langer Zeit erkannt und immer noch nicht gelöst wurde, wäre eine Reform des Umgangs mit einigen Eigentumsverhältnissen langsam an der Zeit. Schließlich geht es im Leben nicht immer nur um Haben.

Und überall her…

Zitat

Und überall herrscht eine unanständige Hast, wie als ob etwas versäumt wäre, wenn der junge Mann mit 23 Jahren noch nicht „fertig“ ist, noch nicht Antwort weiß auf die „Hauptfrage“: welchen Beruf? – Eine höhere Art Mensch, mit Verlaub gesagt, liebt nicht „Berufe“, genau deshalb, weil sie sich berufen weiß. […] Sie hat Zeit, sie nimmt sich Zeit, sie denkt gar nicht daran, „fertig“ zu werden – mit dreißig Jahren ist man, im Sinne hoher Kultur, ein Anfänger, ein Kind. – Unsre überfüllten Gymnasien, unsre überhäuften, stupid gemachten Gymnasiallehrer sind ein Skandal: um diese Zustände in Schutz zu nehmen […] dazu hat man vielleicht Ursachen – Gründe dafür gibt es nicht.

Friedrich Nietzsche – Ein paar Wahrheiten über die Deutschen

Querelles allemandes

Ich lese zur Zeit das Buch der Deutschen (ja, es wird eine Rezension geben!) und bin auf diesen sehr interessanten Text von Wilhelm Grimm gestoßen. Es handelt sich dabei um einen Bericht über das „Deutsche Wörterbuch“ (verfasst von den Gebrüdern Grimm), das allerdings nie fertig gestellt wurde. Und in ebendiesem Bericht hat Wilhelm Grimm einiges festgestellt, das mich nachdenklich gestimmt hat. Weiterlesen