Billig für alle!

Ich war eben mit meinem Mitbewohnern in den Staaten – Entschuldigung – in Amerika, wie man hier sagt. Das ist übrigens kein großer Aufwand, denn wir wohnen nur 100 Meter von der Brücke entfernt, die das kanadische und das amerikanische Niagara Falls verbindet. Und, wie war es? Auf den ersten Blick macht es keinen großen Unterschied, abgesehen davon, dass der amerikanische Teil der Stadt wesentlich durchschnittlicher daherkommt als der kanadische. Einen großen Unterschied gab es aber doch; Die USA sind für die Kanadier ungefähr das, was Polen für uns ist: Eine Oase der Tiefstpreise. Weiterlesen

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Auf der Suche nach Freiheit

Dieses Gefühl: Wenn ich mir all das leckere Gebäck bei Tim Hortons angucke und mir sage: „Nein, das kannst du dir nicht leisten. Du musst sparen.“ Wenn ich Leute über Cheeseburger und Eis von McDonalds reden höre und mir sage: „Nein, du wolltest das nicht mehr essen. Denk daran, wie sie die Tiere behandeln!“ Wenn ich die Berge von Papier und Plastikverpackungen sehe, die wir bei der Arbeit unachtsam wegschmeißen und mich dann doch langsam frage: „Hat es überhaupt einen Sinn, hier etwas bewegen zu wollen?“ Weiterlesen

Schluss mit Papier!

Ich denke, ich habe schon einmal erwähnt, dass ein Kanadier nur eins weiß, wenn es zu Kaffee oder Fast Food kommt: Tim Hortons. Die landeseigene Restaurantkette findet man hier wie Sand am Meer – manchmal noch öfter – und amerikanische Konzerne spielen daneben eine unbedeutende Rolle. Davon abgesehen scheint mir, dass Tim Hortons wohl Kanadas größter Papierverbraucher und zugleich Verursacher von Reinigungskosten ist, denn die berühmten Kaffeebecher aus Papier liegen überall.

Ich selbst hatte mir vor Kurzem vorgenommen, dem etwas Einhalt zu gebieten, schon deshalb, weil ich nicht ständig Becher wegschmeißen möchte, die man noch fünf mal wiederverwenden könnte. Ich hatte mir also vorgenommen, immer meine kleine Thermokanne mitzunehmen und das Getränk dort hinein füllen zu lassen. So weit, so gut. Doch dann kam ein neuer Schicksalsschlag, ein Coup des Kapitalismus: Gewinnspiele. Gerade als ich von Quebec auf dem Weg nach Ontario war, begann diese Aktion und untergrub meinen Willen: Weiterlesen

Abstrakt essen

Ich versuche selbst, viel zu kochen und daher eher grundlegende Lebensmittel – Obst, Gemüse, Getreide, Gewürze – anstatt Fertignahrung zu kaufen. Daher bin ich auch gern auf Märkten oder in speziellen Tante-Emma-Läden unterwegs. Ab und an muss ich dann aber doch in die großen mir so verhassten Läden gehen und dabei ist mir vor Kurzem aufgefallen, wie abstrakt unsere Warenwelt mittlerweile geworden ist. Weiterlesen

Quebec kulinarisch

Hier bin ich also wie versprochen mit den kulinarischen Spezialitäten Quebecs! Kanada hat im Allgemeinen nicht viele landestypische Gerichte zu bieten, wenn man von Ahornsirup absieht. Quebec allerdings bietet durch seine auf dem Kontinent einzigartige Kultur viele Gerichte, die sich durchaus sehen lassen können. Übrigens werden 90% des gesamten Ahornsirups auf der Welt in Quebec produziert. Somit ist das wohl auch wieder eher eine regionale Spezialität. Weiterlesen

Von einem der auszog, Vegetarier zu werden

Nach ungefähr dreieinhalb Monaten habe ich nun Quebec wieder verlassen und mich auf den Weg nach Niagara Falls, Ontario gemacht! Mein Französisch ist recht ansehnlich, aber noch lange nicht so gut wie mein Englisch. „Mittlerweile bin ich in Quebec-Stadt angekommen und suche fleißig Arbeit, was bei den vielen Angeboten nicht so lange dauern sollte, wie ich erwartet hatte.“, hatte ich damals geschrieben. Nun ja, jeder kann sich mal irren. Davon abgesehen hatte ich aber trotzdem eine schöne Zeit in Quebec, vor allem was das Essen betrifft. Ich habe viel selbst gekocht und gebacken sowie vegetarische und typische Quebec-Ernährung ausprobiert. Das deckt sich leider nicht, aber immer der Reihe nach: Weiterlesen