Ein Fehler im System

Nun bin ich also bereits seit drei Wochen wieder in der Schule. Spanisch ist wie erwartet mein vorläufiges Lieblingsfach und Wirtschaftslehre ist wie erwartet vorläufig am trockensten. Ich wollte nicht schreiben „am langweiligsten“, denn an diesem Fach stoße ich mich manchmal. Und das nicht, weil es eben trocken ist, sondern weil dabei an manchen Stellen Dinge gelehrt werden, die meiner Einstellung ein bisschen zuwiderlaufen. Weiterlesen

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Nachdenk-Geschichte: Im Behandlungszimmer

Mit gerunzelter Stirn schaute der Arzt auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung. Die Patientin zitterte auf der Liege vor sich hin, teils aus Furcht, teils aufgrund ihrer Krankheit. Der Arzt murmelte etwas. „Wie sieht’s denn nun aus?“, fragte die Patientin zögerlich. Der Arzt sah auf. „Hm, wir haben es hier mit einer äußerst seltenen Krankheit zu tun. Das trifft bestimmt nur einen unter einer Million.“, sagte er nachdenklich. Die Patientin schreckte auf. „Aber ist es denn gefährlich?“, fragte sie mit spitzer Stimme. „Nun ja“, sagte der Arzt mehr zu sich als zu ihr. „Es scheint, als würden Sie einen langen Leidensweg gehen müssen.“ Für einen Moment herrschte Stille. „Ist es tödlich?“, fragte sie mit Nachdruck. „Nein.“, erwiderte er. „Nein, in der Regel besiegt sich diese Krankheit irgendwann selbst. Die Frage ist nur wann.“ Die Patientin schien ein bisschen beruhigt. „Können Sie denn etwas tun, Herr Doktor?“, fragte sie leise. Er verneinte wieder. „Es ist extrem schwer, dagegen vorzugehen. Wir haben es hier mit einem äußerst gewieftem Parasiten zu tun.“ Er sah sie direkt an. „Das wird schmerzhaft werden für Sie, sehr schmerzhaft sogar. Aber es wird Sie nicht töten. Vielleicht endet es auch schon morgen, vielleicht erst in Jahren. Es ist extrem schwer, das vorauszusagen.“ Die Patientin bewegte sich nervös. „Aber… Aber wenn dieser Parasit so schwer zu bekämpfen und einzuschätzen ist, warum tötet er sich am Ende selbst?“ Der Arzt schnaufte kurz in einem Anfall von Lachen. Die Patientin schaute ihn mit großen Augen an. „Das ist eine sehr gute Frage. Es mag von Dummheit zeugen, wobei es selbst für mich unerklärlich ist, wie sich derartiges miteinander vereinbaren lässt.“, erwiderte er. „Nun gut“, fuhr er fort. „Wie schon gesagt, ich kann nichts für Sie tun. Diese Krankheit ist unberechenbar und nicht zu bekämpfen. Aber sie geht von allein vorbei, glauben Sie mir. Mit etwas Glück schon bald; Zumindest scheint der Parasit bereits im Endstadium zu sein.“ Die Patientin nickte nervös. „In Ordnung“, sagte sie. „Danke, Herr Doktor.“ Die Erde machte Anstalten, das Behandlungszimmer zu verlassen, aber als sie in der Tür stand, drehte sie sich noch einmal um. „Herr Doktor, wie nennt sich dieser Parasit eigentlich?“ „Mensch“, antwortete er.

Nachdenk-Geschichte: Vor und zurück

Der Horizont schwang auf und ab. Im Takt zur Schaukel; vor, zurück, vor, zurück. Vielleicht stand ich still. Vielleicht waren es in Wirklichkeit die Berge, die sich auf und ab bewegten. Die Bäume schwangen beherzt mit. Die ganze Welt war in Bewegung. Vor, zurück, auf, und ab.

Unter mir tat sich der Abgrund auf. Immer, wenn ich nach vorn schwang, kamen die Bäume in Sicht. Dann verschwanden sie wieder hinter dem Felsvorsprung. Dann kamen sie wieder. Was würde passieren, wenn ich losließe? Wer finge mich auf? Ein soziales Netz? Ironman? Die Lebensversicherung? Nein, das alles existierte hier nicht. Da war nur ich, über dem Wald, in der Luft, mit klarem Blick auf die Welt, auf den Horizont. Weiterlesen

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Das Generationen-Manifest

Das hier ist eine ganz wichtige Sache, die bitte alle lesen müssen!

Schwindendes Vertrauen in unsere Politiker und wachsende Schulden- und generell Problemberge haben in den letzten Jahren Unmut in der Bevölkerung ausgelöst. Bald steht eine neue Wahl an, bei der wir uns wieder zwischen Not und Elend entscheiden können. Durch all die Sorgen haben sich prominente Unterzeichner gefunden für dieses Blatt: Das Generationen-Manifest.

Der Text ist Grundlage für eine Kampagne, in der Politiker zu Ehrlichkeit und Engagement bewegt werden sollen, um endlich die Krise wieder zum Ausnahmezustand werden zu lassen. Die Appelle reichen von einem neuen Klimaschutzabkommen über eine Reform der Bildung bis zur Einschränkung der Bankenmacht und der gerechten Umverteilung großer Summen.

Ich bitte darum, dass ihr das alle lest, unterzeichnet und weiterleitet, in der Hoffnung, dass es diese Kampagne bis zum 22. September zu ausreichender Größe bringt. Es wäre nicht die erste Kampagne, die Großes bewirkt. Dankeschön!

PS an Frau Merkel: Grüße aus dem Neuland.