Nachdenk-Geschichte: Die Mütze

Die Hände tief in den Hosentaschen vergraben, kämpfte er sich den Fußweg entlang. Er sah aus als wäre er nicht auf dieses Wetter vorbereitet gewesen, obwohl es doch schon seit Tagen keine Veränderung gegeben hatte. Tiefschwarze Wolken hingen über der Stadt, deren Gebäude ebenso tiefschwarz zurück starrten. In jeder Richtung war der Himmel von Wolken gesäumt, sodass sie selbst der starke Wind nicht bewegen konnte. Das Schauspiel mutete an wie eine Belagerung und die Geschosse waren eisige Tropfen, die in endlosen Reihen alles trafen, was nicht Schutz gesucht hatte; Autos, die am Straßenrand vor sich hin rosteten, Ampeln und Straßenlampen, die mit ihren blassen Lichtern in die Leere starrten, und die wenigen Menschen, die sich auf die Straße wagten. Von einem Wohnzimmerfenster aus mit einem heißen Tee in der einen und einem Buch in der anderen Hand wäre es ein seltsam schönes Schauspiel gewesen. Wäre es nicht nur seit fünf Tagen schon das selbe. Weiterlesen

Wertschätzung.

Hier bin ich also, zurück in der Heimat. Nach zehn Stunden Flug und siebeneinhalb Stunden purem Vergnügen mit der Deutschen Bahn war ich wieder in der abgelegenen Heimat, Greifswald. Regen begrüßte mich, die Sonne hingegen hat sich ein paar Tage Zeit gelassen. Und sonst so? Hier ist alles wie immer, als wäre die Zeit stehen geblieben. Fast. Weiterlesen

Zwischen brauchen und wollen

Während meiner Zeit hier in Kanada habe ich oft gelernt, zwischen brauchen und wollen zu unterscheiden. Oft wollte ich mir gern etwas kaufen und habe letztendlich widerstanden, manchmal hingegen nicht. Und oft, wenn ich irgendwo im Nirgendwo unterwegs war, ist mir wiederum aufgefallen, dass ich all den Kram, den ich in den Städten kaufen könnte, ganz und gar nicht brauche. Weiterlesen