We can never kn…

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We can never know who we are because we always change.

JL

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Die große Wahrh…

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Die große Wahrheit unseres Zeitalters […] ist es, daß unser Erdteil in Barbarei versinkt, weil die Eigentumsverhältnisse an den Produktionsmitteln mit Gewalt festgehalten werden. […] Wir müssen sagen, daß gefoltert wird, weil die Eigentumsverhältnisse bleiben sollen. Freilich, wenn wir dies sagen, verlieren wir viele Freunde, die gegen das Foltern sind, weil sie glauben, die Eigentumsverhältnisse könnten auch ohne Foltern aufrechterhalten bleiben (was unwahr ist).
Wir müssen die Wahrheit über die barbarischen Zustände in unserem Land sagen, daß das getan werden kann, was sie zum Verschwinden bringt, nämlich das, wodurch die Eigentumsverhältnisse geändert werden.

Bertolt Brecht – Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit

Vorweg: Ich zitiere viel in letzter Zeit, zu viel vielleicht. Nur schreibt es sich sehr gut auf Basis anderer Ideen. Solltet ihr alle einmal ausprobieren.

Das Zitat ist von 1934, und Brecht war bekanntlich überzeugter Kommunist. Dementsprechend ist der Text auch adressiert, allerdings scheint er mir erstaunlich aktuell. Er sagt, an den Eigentumsverhältnissen würde mit Gewalt festgehalten, gefoltert würde dafür. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber dabei gehen mir mehrere Stichworte durch den Kopf: GEMA, Monsanto, Patentkriege, etc.

Aus dieser Sicht, ja, Brecht spricht Wahres. Die Tatsache, dass er das schon vor so langer Zeit sagte, ist daher eher beunruhigend. Gerade heute scheinen sich diese Kämpfe um Besitz, egal ob geistig oder materiell, zuzuspitzen. Manche Leute treiben für solche Zitate Geld ein, als wenn sich der anfangs wenig erfolgreiche Brecht darüber beschweren würde, zitiert zu werden. Und Apple und Samsung spielen Kampf der Titanen vor Gericht.

Brecht spricht sich hier offensichtlich für Kommunismus aus, und so weit möchte ich nicht gehen. Aber angesichts der Tatsache, dass dieses Problem schon vor so langer Zeit erkannt und immer noch nicht gelöst wurde, wäre eine Reform des Umgangs mit einigen Eigentumsverhältnissen langsam an der Zeit. Schließlich geht es im Leben nicht immer nur um Haben.

Und überall her…

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Und überall herrscht eine unanständige Hast, wie als ob etwas versäumt wäre, wenn der junge Mann mit 23 Jahren noch nicht „fertig“ ist, noch nicht Antwort weiß auf die „Hauptfrage“: welchen Beruf? – Eine höhere Art Mensch, mit Verlaub gesagt, liebt nicht „Berufe“, genau deshalb, weil sie sich berufen weiß. […] Sie hat Zeit, sie nimmt sich Zeit, sie denkt gar nicht daran, „fertig“ zu werden – mit dreißig Jahren ist man, im Sinne hoher Kultur, ein Anfänger, ein Kind. – Unsre überfüllten Gymnasien, unsre überhäuften, stupid gemachten Gymnasiallehrer sind ein Skandal: um diese Zustände in Schutz zu nehmen […] dazu hat man vielleicht Ursachen – Gründe dafür gibt es nicht.

Friedrich Nietzsche – Ein paar Wahrheiten über die Deutschen

Gefährlich ists…

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Gefährlich ists, den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn,
jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.
Weh denen, die dem Ewigblinden
Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
Und äschert Städt und Länder ein.

Friedrich Schiller – Das Lied von der Glocke

Letzten Endes f…

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Letzten Endes fürchtet sich die Obama-Regierung nicht vor Whistleblowern wie mir, Bradley Manning oder Thomas Drake. Wir sind staatenlos, eingesperrt oder machtlos. Nein, die Obama-Regierung fürchtet sich vor euch. Sie fürchtet sich vor einer informierten, aufgebrachten Öffentlichkeit, die jene verfassungstreue Regierung einfordert, die ihr versprochen wurde – und das sollte sie auch.

Edward Snowden

Unsere Daten si…

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Unsere Daten sind immer irgendwo, meist an zwei verschiedenen Orten. Und da sie schließlich uns gehören, bleibe ich dabei, dass wir darüber Bescheid wissen sollten, wo sie sind, wie sie dort hingekommen sind und was dort passiert. Für mich ist das ein elementarer Grundsatz unserer heutigen Internetnutzung: Wenn wir einen so wesentlichen Teil unseres Selbst großen Konzernen anvertrauen, dann sollten diese uns im Gegenzug anvertrauen, wo sie das alles speichern und wie es dort aussieht.

aus „Kabelsalat“ von Andrew Blum